Alexandre Bonnet

Les Rices liegt im hinteren Teil des Laignes-Tals, an der Grenze der Côte des Bar, zwischen der Champagne und dem Burgund.

1934 pflanzte Lucien Noble seine ersten Rebstöcke in Les Riceys. Seine Tochter heiratete einen René Bonnet. Ihre Kinder Serge und Alain gaben dem Unternehmen1973 schliesslich den Namen Alexandre Bonnet, unter dem sie eigene Champagner abfüllen. In den 1990er-Jahren erweitern sie ihre Basis als Négociants und verarbeiten seither Trauben von gut 200 Hektar Rebfläche. Nachdem aus der Familie niemand das Geschäft weiterführen will, übernimmt 1998 die Champagnergruppe Lanson-BCC. Unter der Leitung von Arnaud Fabre wurde die Geschäftstätigkeit 2019 dann aufgeteilt. Es entstand das Handelshaus Maison Alexandre Bonnet (MAB, unter der Marke Ferdinand Bonnet) und die Domaine Alexandre Bonnet (DAB) als Récoltant Manipulant, der nur eigene Trauben verarbeitet.

Mit 47 Hektar Rebfläche unterscheidet sich die Domaine Alexandre Bonnet deutlich von typischen Winzerchampagner-Produzenten mit deutlich weniger Besitz. Der Anteil an Pinot Noir am Rebspiegel liegt bei Alexandere Bonnet bei eindrucksvollen 93 Prozent. Das hat dazu geführt, dass zweitweise sechs Cuvées des Hauses zu 100 Prozent aus dieser Rotweintraube produziert werden. Die Anlage einer Parzelle mit den sieben alten Rebsorten der Region sowie die zunehmende Bedeutung des Pinot Blancs haben das etwas modifiziert. Dennoch spielt der Pinot Noir nach wie vor eine überragende Rolle ein. Nicht weniger als zehn Varianten, sowohl Reben mit lockerbeerigen Trauben aus der Champagne wie kleinbeerige aus Burgund, teilweise als Klone, teilweise in Massenselektion gewonnen, werden kultiviert.